
1. KEINE PROFITE MIT DER MIETE
Der Bund soll ein Gesetz verabschieden, das die Rendite für Immobilienunternehmen und Privatvermieter*innen auf 0,0 festsetzt. Kein Gewinn mehr mit Wohnraum.
2. BODENSPEKULATIONEN UNTERBINDEN
Die Stadt soll nicht weniger als 100% der Grundstücke in kommunales Eigentum überführen und nach Erbbaurecht vergeben. Niemandem wird dabei materielles Eigentum weggenommen, gleichzeitig wird der Boden effektiv vom Spekulationsmarkt genommen.

3. IMMOBILIENUNTERNEHMEN VERGESELLSCHAFTEN
Stadt und Land sollen alle profitorientierten Immobilienunternehmen vergesellschaften und den Wohnungsbestand in Mietshäusersyndikate und kleine, selbstverwaltete Wohngenossenschaften überführen.
4. STÄDTISCHE WOHNUNGEN IN SELBSTVERWALTUNG
Die Stadt soll die städtischen Wohnungsbaugesellschaften (konkret die GGH) in kleine, selbstverwaltete Einheiten in Form von Genossenschaften, Mietshaussyndikaten, basisdemokratischen AÖR, etc. überführen.
5. DEMOKRATIE BRAUCHT POLITISCHE FREIRÄUME
Die Stadt soll das Versprechen einlösen, Räume für ein linkes, selbstverwaltetes Zentrum zur Verfügung zu stellen.

6. WIR HABEN PLATZ
Die Genossenschaften, Mietshaussyndikate, etc. müssen Notkontingente für Menschen mit besonders dringendem Bedarf vorhalten, die über den gewöhnlichen Wohnungsmarkt nur schwer an Wohnraum kommen, insb. Menschen, die von Flucht, häuslicher Gewalt, Zwangsräumungen, Wohnungslosigkeit oder Rassismus/Sexismus/Transfeindlichkeit/Ableismus/etc. im Wohnungsmarkt betroffen sind.
7. LEERSTAND BEKÄMPFEN
In Heidelberg wird zu viel Wohnfläche von zu wenig Menschen bewohnt oder steht gänzlich leer. Die Stadt muss Leerstand sowie die unsoziale Unternutzung von Wohnraum effektiv bekämpfen und soll dafür eine Steuer auf Wohnraum erheben, der die Grenze von 50qm pro Person überschreitet.
8. NICHT-KOMMERZIELLE FREIRÄUME SCHAFFEN
Die Stadt muss kostenfreie Begegnungsräume schaffen, in denen Menschen sich unabhängig von Wetter, finanziellem Status, körperlichen Einschränkungen und Alter treffen können.
9. KLIMAGERECHTIGKEIT IST SOZIALE GERECHTIGKEIT
Bauen ist klimaschädlich und beutet Menschen aus. Deshalb muss der Fokus der Stadtentwicklung bei der gerechten Umverteilung von bestehendem Wohnraum liegen. Neubau sollte das letzte Mittel der Wahl sein. In jedem Fall muss er auf nachhaltige Rohstoffe, Kreislauffähiggkeit und unbedingt auf Suffizienz ausgerichtet sein.
10. KLIMASCHUTZ SOZIALVERTRÄGLICH GESTALTEN
Klimagerechtes Bauen ist kein Luxus sondern gesellschaftliche Notwendigkeit, die Geld kosten darf. Die Mehrkosten von klimagerechten Um- und Neubau dürfen nicht auf Mieter*innen umgelegt werden, sondern müssen von Land, Bund und Kommunen getragen werden.

